Outposts (On-Premise)
Dokumente durchsuchbar machen, die euer Haus nicht verlassen sollen — was ein Outpost ist, was ihr hier verwaltet und was auf dem Rechner passiert.
Ein Outpost ist ein Rechner in eurem Netz, der eure Dokumente durchsuchbar macht. Ihr installiert ein meinGPT-Programm darauf und zeigt ihm Ordner. Das Programm liest die Dokumente und legt ein Suchverzeichnis an — beides bleibt auf diesem Rechner, eure Dateien werden nicht in die Cloud kopiert.
Ihr braucht einen Outpost nur, wenn Dokumente das Haus nicht verlassen sollen. Alle anderen Datenquellen bindet ihr direkt unter Einstellungen → Datenquellen an, ohne eigene Hardware.
On-Premise heißt nicht, dass nichts herausgeht
Für jede Antwort verlässt mindestens die passende Textstelle euer Netz — sonst gäbe es keine Antwort. Was genau herausgeht, legt ihr pro Dokumentbestand über die Freigabe-Stufe fest. Es gibt drei, und die niedrigste ist immer noch Egress.
Was ihr wo verwaltet
Die häufigste Verwirrung beim ersten Kontakt: es gibt zwei Oberflächen, und sie sind nach der Frage geteilt, wer die Entscheidung trifft.
| In meinGPT (Einstellungen → On-Premise) | Im Programm auf dem Outpost-Rechner |
|---|---|
| welche Outposts es gibt, ob sie verbunden sind, wann zuletzt | welche Ordner und Laufwerke gelesen werden |
| wer welche Dokumente und internen Anwendungen finden darf | wann gelesen wird, wo das Suchverzeichnis liegt |
| wie viel ein Outpost herausgeben darf | Fehlerdiagnose, Neuaufbau des Suchverzeichnisses |
| Zugang eines Rechners widerrufen | — |
Kurz: hier entscheidet ihr, wer was sehen darf und was das Haus verlassen darf. Auf dem Rechner entscheidet ihr, was überhaupt gelesen wird.
Die drei Freigabe-Stufen
Jede Stufe enthält alles aus der Stufe darüber.
| Stufe | Verlässt euer Netz | Wofür |
|---|---|---|
| Textstellen | die passenden Absätze und der Dateiname | Höchste Zurückhaltung. Antworten wirken stückhaft, weil das Modell nie den Zusammenhang eines Dokuments sieht. |
| Volltext (Standard) | zusätzlich der komplette Text der gefundenen Dokumente | Der Qualitätssprung. Die Datei selbst bleibt bei euch. |
| Originaldateien | zusätzlich die Datei selbst | Mitarbeitende können die Datei aus einem Zitat öffnen und weiterverwenden. Bei einer Angebotsvorlage ist die Datei die Antwort. |
Der Unterschied zwischen den letzten beiden ist Text gegen Artefakt, nicht Maschine gegen Mensch: wer den Volltext freigibt, kann sich den Inhalt vom Assistenten wiedergeben lassen. Geschützt bleibt die Form — Layout, das unterschriebene PDF, die Briefvorlage.
Was ihr vor dem Rollout wissen solltet
Windows-Berechtigungen wandern nicht mit
Wer einen Ordner freigibt, gibt ihn allen frei, die den Dokumentbestand in meinGPT sehen dürfen — auch Personen, die ihn im Explorer nicht öffnen könnten. NTFS- und Active-Directory-Rechte werden nicht übernommen. Die Zuordnung Ordner → Team ist damit eine eigene Entscheidung, die ihr bewusst treffen müsst.
Wenn der Rechner aus ist, läuft meinGPT normal weiter. Nur die Dokumente dieses Outposts sind so lange nicht auffindbar — Mitarbeitende bekommen Antworten ohne diese Quellen, nicht gar keine. Ein Outpost sollte trotzdem durchlaufen, sonst fehlen eure Dokumente nachts und am Wochenende.
Ein Rechner ruft immer nach außen. Es wird kein Port in eurer Firewall geöffnet; der Outpost baut die Verbindung selbst auf. Nötig ist ausgehendes HTTPS auf *.meingpt.com.
Zugang widerrufen trennt einen Rechner sofort — ohne dessen Mitwirkung. Das ist der Griff für „Laptop weg“ oder „Mitarbeiter ausgeschieden“. Die verarbeiteten Daten bleiben auf dem Rechner; erst nach erneutem Verbinden ist er wieder erreichbar.
Kontingente
In der Beta gelten pro Workspace Standardgrenzen, die ihr auf der On-Premise-Seite seht:
- 1 GB Gesamtgröße der verarbeiteten Quelldateien über alle Outposts
- 1 interne Anwendung (ERP, interne API, Ticketsystem …)
Beides lässt sich erhöhen — sprecht uns an; auf der On-Premise-Seite steht der Weg dorthin, sobald eine Grenze erreicht ist.
Beide Grenzen werden immer durchgesetzt. Bei den lokalen Anwendungen beim Anlegen. Beim Speicher greift die Sperre erst oberhalb von 110 % des Kontingents — bis dahin gibt es Luft. Wird sie überschritten, ist die semantische Suche auf euren Outposts blockiert, bis wieder Platz ist oder das Kontingent erhöht wird. Lässt sich der Verbrauch nicht ermitteln, weil ein Outpost gerade nicht erreichbar ist, wird nicht blockiert.
Datenquellen in der meinGPT Cloud haben ein eigenes Kontingent — standardmäßig 300 GB, mit denselben Regeln. Das ist eine Leitplanke, kein Paket: die meisten Workspaces liegen weit darunter.
Einrichtung
Windows ist in der Beta der einzige Weg, den ihr selbst gehen könnt; Docker auf einem eigenen Linux-Server richten wir gemeinsam ein.