Sicherheit und Compliance

Was der Outpost preisgibt, was auf Deiner Maschine bleibt, und was wir können

Der Outpost läuft in Deinem Netz; Quelldateien und Suchindex liegen auf Deiner Maschine. Was meinGPT für eine Antwort zu sehen bekommt, entscheidest Du pro Ordner am Outpost — und genau diese Einstellung erklärt diese Seite.

Achtung

On-premise heißt nicht „nichts verlässt das Haus". Es heißt: nur das, was Du freigibst. Eine Antwort ohne Textstelle wäre keine Antwort — also reist bei jeder Anfrage mindestens die gefundene Passage zu meinGPT. Wie viel mehr, legst Du fest.

Die Freigabestufe — die eine Einstellung, die zählt

Jeder freigegebene Outpost-Ordner hat eine Freigabestufe. Sie bestimmt, was den Rechner verlässt, wenn jemand eine Frage stellt.

StufeWas zu meinGPT reist
Nur TextDie gefundenen Textstellen, der Dateiname und der vollständige Text der relevanten Dokumente. Die Voreinstellung.
OriginaldateienAlles aus „Nur Text“ und zusätzlich die Datei selbst. Nötig, wenn Nutzer die Antwort am Original prüfen oder eine Vorlage weiterverwenden sollen.

Eine niedrigere Stufe, die nur einzelne Passagen herausgab, ist entfallen: wer eine Passage lesen darf, kann mit einer zweiten Frage die nächste anfordern und sich das Dokument so zusammensetzen. Sie kostete Antwortqualität und schützte nichts. Bestehende Datenpools, die noch darauf stehen, funktionieren unverändert weiter.

Gesetzt wird sie am Outpost, pro Ordner — im Programm auf dem Rechner, unter Freigaben → den Ordner öffnen. Nicht in der Weboberfläche.

Das war bis vor Kurzem umgekehrt: eine Auswahl in der Plattform, eine Stufe für alle Ordner einer Maschine, bedient von jemandem, der die Platte nicht sieht. Wer entscheidet, dass \\fileserver\Personal durchsuchbar sein soll, ist dieselbe Person, die weiß, ob dessen Dateien das Haus verlassen dürfen — und die sitzt am Rechner, nicht im Browser.

Der Ordner meldet seine Stufe mit jeder Ordnermeldung an meinGPT, und meinGPT setzt sie durch: Anfragen, die mehr verlangen als der Ordner freigibt, werden abgelehnt, bevor irgendetwas gelesen wird.

Was ein Update nicht ändert

Ein Ordner, der vor dieser Umstellung gebunden wurde, meldet keine Stufe. Er wird als Nur Text behandelt — die vorsichtige Seite. Kein Ordner fängt durch ein Update an, Dateien herauszugeben.

Die Verbindung

Nur nach außen

Der Outpost baut die Verbindung selbst auf. Keine eingehende Portfreigabe, keine Regel in Deiner Firewall, kein Dienst im offenen Internet.

Eigener Schlüssel je Organisation

Der Tunnel wird mit einem Schlüssel signiert, der nur zu Deiner Organisation gehört — nicht mit einem gemeinsamen Geheimnis.

Technisch ist es eine ausgehende, TLS-verschlüsselte WebSocket-Verbindung zum meinGPT Bridge — kein VPN. Deine Netzwerkadministration muss dafür nichts öffnen, ausgehendes HTTPS genügt. Firmen-Proxys und eigene Wurzelzertifikate werden unterstützt und im Einrichtungsassistenten geprüft.

Die Geräteidentität — was auf dem Draht liegt, und was nicht

Beim Koppeln erzeugt der Outpost auf der Maschine ein Ed25519-Schlüsselpaar. Der private Teil verlässt den Rechner nie; er liegt verschlüsselt im Schlüsseldepot des Betriebssystems. An meinGPT geht nur der öffentliche Teil.

Es liegt kein wiederverwendbares Geheimnis auf dem Draht. Jeder Aufruf trägt eine eigene Signatur über: Formatversion, Richtung, Prozedurname, Prüfsumme der exakt übertragenen Bytes, Empfänger, Zeitstempel und einen Einmalwert. Eine Signatur gilt damit für genau eine Operation, an genau einen Outpost, genau einmal.

Der Einmalwert wird in der Datenbank verbucht, nicht im Arbeitsspeicher — der Unterschied zwischen „gegen Wiedereinspielung geschützt" und „geschützt, solange nur eine Instanz läuft". meinGPT läuft mit zehn.

Die Gegenrichtung ist ebenso gesichert: meinGPT signiert seine Anfragen, und der Outpost lehnt eine Anfrage ab, die an einen anderen Outpost adressiert ist — auch wenn sie gültig signiert ist.

Ein Outpost hat zu jedem Zeitpunkt genau einen gültigen Geräteschlüssel. Wird eine zweite Maschine gekoppelt, verliert die erste ihre Gültigkeit.

Warum eine Ablehnung nichts verrät

Das Tor vor den Outpost-Prozeduren kennt neun Ablehnungsgründe — unbekannter Outpost, nicht gekoppelt, fehlender Beweis, abgelaufener Zeitstempel, falsche Signatur, wiederverwendeter Einmalwert und weitere. Nach außen geht keiner davon: die Antwort ist immer 401 Unauthorized.

Die Unterscheidung zwischen „diesen Outpost gibt es nicht" und „die Signatur stimmt nicht" wäre ein Werkzeug, mit dem sich durch Ausprobieren herausfinden ließe, welche Kennungen existieren. Der Grund wird stattdessen mit der Outpost-Kennung in unser Server-Log geschrieben. Für eine Support-Anfrage genügen Name und ungefährer Zeitpunkt.

Grenzen, die im Betrieb sichtbar werden

Beim Koppeln begrenzt meinGPT die Rückfragen des Geräts, und die Grenze zählt pro IP-Adresse — hinter einem Firmen-NAT teilen sich alle Outposts eine. Koppelt gestaffelt. Im Betrieb hat jeder Workspace ein Kontingent an Outposts; bestehende laufen unverändert weiter, wenn es erreicht ist.

Was auf der Maschine bleibt

Diese Einstellungen kann die Plattform nicht setzen. Sie existieren nur auf dem Gerät, und das ist Absicht: könnte die Cloud einen Ordner hinzufügen, könnte die Cloud alles auf diesem Rechner lesen.

  • Welche Ordner freigegeben sind. Die eigentliche Grenze.
  • Welche lokalen Dienste erreichbar sind und mit welchen Zugangsdaten. Das Passwort wird nie an meinGPT übertragen.
  • Das Wurzelzertifikat für Deine TLS-Inspektion.
  • Wohin Embeddings gehen — die Adresse des Modells, das Deine Dokumente in Vektoren übersetzt.

Was wir können

Der Outpost aktualisiert sich selbst aus einem Speicher, den wir betreiben, mit einem Schlüssel, den wir halten. Daraus folgt eine unbequeme, aber ehrliche Einschränkung: wir könnten eine Version ausliefern, die sich anders verhält als die hier beschriebene. Alles auf dieser Seite ist deshalb heute eine Zusage, kein technischer Beweis.

Wer diesen Rest schließen will, schaltet die automatische Aktualisierung ab und hält eine geprüfte Version fest. Der Preis ist, dass Du Aktualisierungen selbst einspielst — dafür hängt dann nichts mehr an unserer Zurückhaltung.

Zugang entziehen

In beide Richtungen, mit derselben Wirkung:

  • In der Weboberfläche („Kopplung aufheben"): das Geheimnis wird rotiert, offene Kopplungscodes werden gelöscht. Der richtige Weg, wenn die Maschine gestohlen, ausgemustert oder nicht mehr erreichbar ist.
  • Am Gerät („Kopplung lösen"): dasselbe — der Outpost widerruft sich bei meinGPT, bevor er lokal etwas löscht. Ist meinGPT gerade nicht erreichbar, sagt die App das, statt Erfolg zu melden, und bietet stattdessen „Nur lokal trennen" an — der Zugang bleibt dann bei meinGPT gültig und muss in der Weboberfläche widerrufen werden.

Beides wird protokolliert und ist im Audit-Log Deiner Organisation nachlesbar.

Weiterführend

Hinweis

Outpost-spezifischer Datenschutz: Weitere Details zur Architektur und zum Umgang mit Deinen Daten findest Du in der Outpost-Datenschutzdokumentation.

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