Wo der Outpost Daten ablegt
Jeder Ordner, den der Outpost auf dem Rechner anlegt, was darin steht, und was davon Inhalte eurer Dokumente enthält.
Der Reiter System zeigt zwei Pfade — die Konfigurationsdatei und den Datenordner. Diese Seite ist die vollständige Liste dahinter: für eine Deinstallation, die nichts zurücklässt, und für den Fragebogen, der wissen will, wo Dokumentinhalte auf dieser Maschine liegen.
Der Ordner heißt weiterhin „Vault“
Die Anwendung heißt Outpost, das Verzeichnis heißt meinGPT Vault. Das ist
Absicht: der Ordnername ist ein Bezeichner, kein Anzeigename — würde er
umbenannt, verlöre jede bestehende Installation ihren Zustand.
Der Datenordner
Ein Ordner pro Benutzerkonto, angelegt von dem Konto, unter dem der Outpost läuft:
| System | Pfad |
|---|---|
| Windows | %LOCALAPPDATA%\meinGPT Vault — ohne gesetzte Variable %USERPROFILE%\AppData\Local\meinGPT Vault |
| macOS | ~/Library/Application Support/meinGPT Vault |
| Linux | $XDG_DATA_HOME/meingpt-vault — ohne gesetzte Variable ~/.local/share/meingpt-vault |
Alles, was der Outpost dauerhaft speichert, liegt darunter:
| Eintrag | Was darin steht |
|---|---|
desktop_state.json | Der maßgebliche Zustand: Kopplung, Quellen, Dienste, Einstellungen — einschließlich des Vault-Geheimnisses und der Zugangsdaten eurer Dienste. |
app_config.yaml | Die daraus erzeugte Konfiguration, die der Vault-Server liest. Enthält dieselben Geheimnisse noch einmal: Vault-Secret, Verbindungs-URLs der Datenbanken, API-Schlüssel eines eigenen Embedding-Endpoints. |
data/ | Der Datenordner des Vault-Servers. Darin je Datenquelle ein Verzeichnis data/<datenquellen-id> und die Staging-Ablage: Kopien der synchronisierten Dateien, solange sie zwischen Abgleich und Indexierung warten. |
data/.vault-tmp/ | Temporäre Dateien der Formatumwandlung und Textextraktion. Siehe unten. |
metadata/metadata.sqlite3 | Die Metadatenbank: Dokumente mit Namen und Pfad, Abgleichläufe, Aufgaben- und Fehlerprotokolle. Daneben -wal und -shm. |
metadata/lancedb/ | Der Suchindex. Enthält neben den Vektoren den extrahierten Text eurer Dokumente (page_text_content, search_text). |
metadata/metadata.sqlite3.vault-recovery.json | Vermerk über eine automatische Wiederherstellung der Datenbank. |
logs/ | vault-api.log, vault-ingest.log, bridge-agent.log, main-process.jsonl, vault.log, uvicorn.log; ältere Fassungen enden auf .1. Ungefiltert — Dateinamen und Pfade eurer Quellen kommen darin vor. |
logs/crash-dumps/ | Absturzberichte des Anwendungsprozesses. Sie werden nirgendwohin übertragen. |
runtime/ | Die Laufzeitdateien des Bridge-Agenten und der Sidecars, darunter Tokens im Klartext. |
diagnostics/ | Die exportierten Diagnose-Pakete, vault-diagnostics-<anlass>-<zeitstempel>.zip. Sie werden nicht automatisch gelöscht. |
update-rollback/ | Der Rücksetzstand des letzten Updates. Siehe unten. |
update_state.json | Stand der automatischen Aktualisierung. |
Der zweite Ordner, den ihr nicht erwartet
Der Outpost legt zwei Verzeichnisse je Benutzer an. Das oben beschriebene ist seines. Das zweite gehört der Anwendungsplattform, auf der das Fenster läuft: sie legt ihr eigenes Profilverzeichnis an, und der Outpost verschiebt es nicht.
Es trägt deshalb einen anderen Namen — den technischen Paketnamen, nicht den Produktnamen:
| System | Pfad |
|---|---|
| Windows | %APPDATA%\@meingpt\vault-desktop |
| macOS | ~/Library/Application Support/@meingpt/vault-desktop |
| Linux | ~/.config/@meingpt/vault-desktop |
Darin liegt der Browserzustand des Anwendungsfensters — Cache, Code Cache, GPUCache, Local Storage, Session Storage, Preferences, Network Persistent State. Keine Dokumente, kein Index, keine Zugangsdaten zu euren Quellen. Wer nach einer Deinstallation sauber sein will, muss ihn trotzdem kennen: er bleibt sonst stehen.
Beim Aufräumen beide Ordner nehmen
meinGPT Vault und @meingpt liegen unter demselben Elternverzeichnis,
aber nicht beieinander in der alphabetischen Liste. Wer nur nach „meinGPT“
sucht, übersieht den zweiten.
Der SharePoint-Token-Speicher
Koppelt ihr eine SharePoint-Quelle, legt der Outpost einen OAuth-Token-Speicher an — im Datenordner, neben allem anderen:
<Datenordner>/.sharepoint-tokens/<datenquellen-id>/token_cache.binDie Datei enthält OAuth-Tokens für euren Tenant und ist so schützenswert wie ein Passwort; sie wird deshalb nur für euren Benutzer lesbar angelegt. Entfernt ihr die Datenquelle im Reiter Daten, wird das Verzeichnis mitgelöscht.
Hinweis
Bei älteren Installationen lag dieser Speicher im Heimatverzeichnis, unter
~/.datavault/sharepoint_cache/. Dort gehörte er nicht hin: er lag außerhalb
von allem, was den Datenordner schützt, und Refresh-Tokens bleiben gültig,
lange nachdem eine Kopplung widerrufen wurde. Beim nächsten SharePoint-Abgleich
räumt der Outpost den alten Ort selbst weg. Nichts geht dabei verloren — der
Speicher ist eine Abkürzung, die sich aus eurer Konfiguration neu aufbaut.
Ein Ort außerhalb beider Ordner
Der Update-Zwischenspeicher. Das heruntergeladene Installationspaket eines anstehenden Updates landet nicht im Datenordner, sondern im Zwischenspeicher des Benutzers — Windows %LOCALAPPDATA%, macOS ~/Library/Caches, Linux ~/.cache. Der Unterordner heißt so, wie es in der ausgelieferten app-update.yml im Installationsverzeichnis unter updaterCacheDirName steht. Darin liegen nur unsere signierten Installationsdateien, nichts aus euren Quellen.
Die Kopie, die ein Update anlegt
Vor jedem Update legt der Outpost unter update-rollback/ einen Rücksetzstand an, damit ein fehlgeschlagenes Update sich selbst zurücknehmen kann. Er enthält:
- eine vollständige Kopie der bisherigen Anwendung,
- eine Kopie von
metadata.sqlite3samt-walund-shm— also eine zweite Ausfertigung eurer Metadaten, - den Zustand des Vorgangs.
Es wird immer nur ein Stand aufbewahrt: der vorige wird gelöscht, sobald der neue vollständig geschrieben ist. Plant den Platz trotzdem ein — Anwendung plus Datenbank, einmal zusätzlich.
Die temporären Dateien der Umwandlung
Auf einer Kundenmaschine leitet der Outpost die temporären Dateien aller Bibliotheken bewusst auf das Datenvolumen um, statt sie auf der Systemplatte zu lassen: eine Platte, ein Grenzwert, eine Messung. Sie landen deshalb in data/.vault-tmp/.
Durch dieses Verzeichnis läuft Inhalt eurer Dokumente — Zwischenstände der Formatumwandlung und der Textextraktion.
Aufgeräumt wird beim Start, nicht laufend
Der Outpost löscht beim Start des Vault-Servers alle Einträge in
.vault-tmp, die älter als 24 Stunden sind. Es gibt keinen Dienst, der das
zwischendurch täte: läuft die Maschine wochenlang ohne Neustart durch, wird
in dieser Zeit nichts aufgeräumt. Auf einem Server, der durchläuft, ist das
der Ordner, den ihr im Blick behaltet.
Wo Inhalte eurer Dokumente liegen
Die kurze Antwort für einen Sicherheitsfragebogen — drei Orte, alle unterhalb des Datenordners:
metadata/lancedb/— der extrahierte Text, dauerhaft. Das ist der Index selbst.data/— Kopien der synchronisierten Dateien, solange sie auf die Indexierung warten.data/.vault-tmp/— Zwischenstände der Umwandlung, bis zum Aufräumen beim nächsten Start.
Dateinamen und Pfade — nicht der Inhalt — stehen zusätzlich in metadata/metadata.sqlite3 und in den Logs.
Eure Originaldateien liegen weiterhin dort, wo sie lagen. Der Outpost verschiebt nichts.
Vollständig entfernen
Deinstalliert die Anwendung, dann löscht von Hand:
- den Datenordner (
meinGPT Vaultbeziehungsweisemeingpt-vault) — der SharePoint-Token-Speicher liegt darin, - das Plattform-Profilverzeichnis (
@meingpt), - den Update-Zwischenspeicher,
- bei Installationen, die seit dem Umzug nie mehr mit SharePoint abgeglichen haben:
~/.datavault/sharepoint_cache.
Vorher in meinGPT Kopplung lösen — sonst bleibt ein Zugang bestehen, den niemand mehr bedient. Das Lösen entfernt inzwischen auch die Tokens in runtime/; sie waren früher liegengeblieben und blieben gültig. Verloren geht dabei nichts, was sich nicht wiederherstellen ließe: der Index entsteht durch Koppeln und einen vollständigen Indexierungslauf neu, die Originale sind unberührt. Notiert euch nur vorher, welcher Pfad zu welcher Datenquellen-ID gehört — das steht nur auf dieser Maschine.
Was im Diagnose-Paket steht
Das Diagnose-Paket enthält Dateipfade, Dateinamen, Fehlertexte und Suchanfragen aus eurem Betrieb, dazu Systemangaben, die Konfiguration, den Wiederherstellungsstand und die letzten 512 KiB je Logdatei. Entfernt werden Geheimnisse — Vault-Secret, Tokens, Passwörter, API-Schlüssel —, nicht Inhalte: Dokumentdateien und Dokumentinhalte werden nicht eingesammelt, aber der Name und der Pfad eines Dokuments und der Text, nach dem jemand gesucht hat, stehen darin.
Das ist bewusst so gebaut: ohne Pfade und Fehlertexte ist ein Supportfall nicht zu klären. Es heißt aber auch, dass ihr das ZIP wie einen Logauszug behandeln solltet — seht hinein und prüft es nach euren Richtlinien, bevor ihr es verschickt.