Nicht jede Integration ist gleich aufwendig. In der Praxis treiben vor allem diese Faktoren den Aufwand:
- sehr große Datenräume (z. B. große SharePoint-Landschaften)
- komplexe ERP-Strukturen (z. B. SAP mit sehr vielen Tabellen)
- strikte On-Prem-/Security-Vorgaben
| Klasse | Typischer Ansatz | Time-to-Value | Aufwandstreiber |
|---|
S | Native Connector, kleiner Scope | sehr schnell | geringe Komplexität |
M | Export + gezielte Custom-Anbindungen | mittel | Datenaufbereitung, Scope-Definition |
L | Custom MCP + große Datenmengen + strikte Security | höher | Architektur, Governance, Betriebsmodell |
Wenn sehr viele Sites/Dateien angebunden werden sollen, steigt der Aufwand für:
- Scope-Definition (welche Bereiche zuerst?)
- Datenqualität (Altstände, Duplikate, irrelevante Inhalte)
- sinnvolle Retrieval-Strategie (nicht alles sofort gleich behandeln)
Bei sehr vielen Tabellen ist ein Full-Connect zum Start fast nie sinnvoll.
Pragmatischer Weg:
- Use Case-basierte Tabellenauswahl
- Erst mit kleinem Tabellen-Set starten
- Nur bei klarem Mehrwert schrittweise erweitern
- Scope klein halten: erst 1-2 hochwertige Use Cases
- Read-only zuerst: Aktionstiefe später
- Export-first bei Unsicherheit: schnell validieren statt monatelang bauen
- Klare Owner benennen: Fachseite + IT + Integrationsowner
Pilot: ein Use Case, ein Datenraum, schnelle Validierung
Stabilisierung: Permissions, Monitoring, Datenqualität
Skalierung: weitere Bereiche/Systeme, tiefere Integration
Wenn 3+ Fragen mit Ja beantwortet werden, liegt ihr eher in M/L:
- Gibt es strikte On-Prem-/Security-Anforderungen?
- Sollen sehr große Datenmengen angebunden werden?
- Fehlt ein nativer Connector?
- Sind Schreibaktionen im Zielsystem erforderlich?
- Ist die Datenqualität aktuell uneinheitlich?