SMB-Freigabe

Eine Windows- oder Samba-Freigabe mit einer meinGPT-Datenquelle verbinden.

Eine SMB-Freigabe (auch CIFS, „Netzwerkfreigabe“, Samba) ist der übliche Ort, an dem in mittelständischen Netzen die Dokumente liegen. Der Outpost liest sie wie einen lokalen Ordner — vorausgesetzt, das Betriebssystem hat die Freigabe zuvor dauerhaft eingebunden.

Nur mit einem eigenen Outpost

SMB kann nur ein Outpost lesen: es ist ein Protokoll im lokalen Netz, das aus der Cloud nicht erreichbar ist.

Es gibt keinen eigenen Verbindungstyp für SMB

Der Outpost verbindet sich nicht selbst mit Host, Benutzer und Passwort — diese Möglichkeit stand einmal in der Weboberfläche zur Auswahl, ist dort inzwischen aber entfernt: Es fehlten Zugangsdatenformular und die technische Anbindung an den Rechner, sodass eine so angelegte Quelle nie Dateien bekommen hätte.

Bindet eine SMB-Freigabe stattdessen wie unten beschrieben über einen Mount ein und behandelt sie danach wie jeden anderen Ordner auf dem Rechner.

Freigabe im Betriebssystem einbinden

Mount einrichten

Windows: nutzt den UNC-Pfad direkt (\\files.acme.local\dokumente\vertrieb). Der Outpost läuft unbeaufsichtigt als Windows-Dienst unter LocalSystem; auf einer Domänenfreigabe erscheint er deshalb als Computerkonto DOMÄNE\RECHNERNAME$. Gebt diesem Konto Leserechte sowohl auf der Freigabe als auch im NTFS-Dateisystem. Ein verbundener Laufwerksbuchstabe oder die Anmeldung des gerade eingeloggten Admins steht dem Dienst nicht zur Verfügung.

Beim Speichern prüft der Outpost den Zugriff abschließend über genau diese Windows-Dienstidentität. Ein Pfad, den nur der eingeloggte Admin öffnen kann, wird abgelehnt und nicht als Quelle gespeichert.

Linux: einen cifs-Mount in /etc/fstab, der den Neustart übersteht, mit ro und Zugangsdaten aus einer Credentials-Datei.

Im Outpost freigeben und in meinGPT übernehmen

Ab hier ist es genau derselbe Ablauf wie bei einem lokalen Ordner: Reiter FreigabenFreigebenEinen Ordner, als Pfad den UNC-Pfad oder den Mountpoint eintragen, Speichern. Der Rechner meldet den Ordner selbst; in meinGPT wird er unter Freigaben als Quelle genutzt und anschließend freigegeben.

Ordner auf diesem Rechner beschreibt diesen Teil im Detail.

Die Laufzeitidentität

Windows: Der installierte Dienst läuft als LocalSystem. Für eine Domänenfreigabe verwendet Windows automatisch das Computerkonto DOMÄNE\RECHNERNAME$; es gibt dafür kein Kennwort im Outpost. Gebt genau diesem Konto ausschließlich Leserechte auf die Ordner, die indexiert werden sollen. Ist der Rechner nicht in der Domäne oder akzeptiert der Dateiserver keine Computerkonten, ist der UNC-Weg für den unbeaufsichtigten Betrieb noch nicht freigegeben — sprecht uns dann vor dem Rollout an.

Linux: Die Identität und Zugangsdaten gehören in den dauerhaften, schreibgeschützten Mount. Der Outpost selbst benötigt nur Leserechte auf dem Mountpoint.

Freigabe-Berechtigungen wandern nicht mit

NTFS- und Active-Directory-Rechte auf der Freigabe gelten für den Index nicht. Wer die Datenquelle in meinGPT sehen darf, findet jedes Dokument darin. Die Zuordnung Freigabe → Datenquelle → Team ist damit eine Berechtigungsentscheidung, keine technische Formalität.

Wenn nichts ankommt

Die Reihenfolge, in der es sich am schnellsten klären lässt:

  1. Erreicht die Laufzeitidentität den Dateiserver? Unter Windows müssen Freigabe- und NTFS-ACL das Computerkonto DOMÄNE\RECHNERNAME$ enthalten; unter Linux prüft ihr den Mount mit seiner Dienstidentität. Ein erfolgreicher Explorer-Zugriff des eingeloggten Admins ist unter Windows kein Nachweis für den Dienst.
  2. Protokoll → Ereignisse — Anmeldefehler, nicht gefundene Freigabe und Zeitüberschreitung stehen beim fehlgeschlagenen Abgleich.
  3. Freigaben → Ordner → Quelldateien — sind Dateien angekommen, aber nicht verarbeitbar, steht dort der Grund. Den Indexaufbau zeigt Pipeline.
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