Websuche

Aktuelle Web-Informationen in meinGPT nutzen: über das +-Menü im Chat, das Modell meinGPT Web oder die Recherche-App.

meinGPT kann aktuelle Informationen aus dem Internet in Deine Antworten einbeziehen. Dafür gibt es drei Wege. Alle nutzen im Hintergrund dieselbe Suche (unseren Suchdienstleister Linkup) — sie unterscheiden sich darin, wie Du sie startest, welches Modell antwortet und wo das Ergebnis landet.

Die drei Wege im Überblick

  • Websuche im Chat — über das „+"-Menü zu jedem Modell zuschaltbar.
  • Modell „meinGPT Web" — ein Chat-Modell mit fest eingebauter Websuche.
  • Recherche-App — eigene App in der Seitenleiste, mit Verlauf und „Deep Research".

Die eigentliche Funktionsweise steht unten bei Websuche im Chat; die beiden anderen Wege verweisen darauf.

Websuche im Chat

Das eingebaute Werkzeug Websuche gibt dem Modell Zugriff auf aktuelle Informationen aus dem Internet.

Aktivieren

Du aktivierst die Websuche an drei Stellen:

  • im „+"-Menü des Chat-Eingabefelds (Werkzeuge → Websuche, siehe Chat-Eingabefeld)
  • in einem Assistenten, der die Websuche als Werkzeug hinterlegt hat
  • pro Schritt in einem Workflow

Wer die Suchanfrage erstellt

Die Suchbegriffe gibst nicht Du direkt vor, sondern das KI-Modell, das gerade Deinen Chat führt. Es liest Deinen Prompt und formuliert daraus eigenständig eine passende Suchanfrage. Dein Prompt wird also nicht wörtlich übernommen, sondern in Suchbegriffe übersetzt.

Zwei Modi

Je nach Aufgabe wählt das Modell selbst zwischen zwei Vorgehensweisen:

  • Direkte Suche — eine einzelne Suchanfrage für schnelle, einzelne Fakten.
  • Recherche-Agent — für umfangreichere Fragen: ein eigener Rechercheschritt, der mehrere Suchen hintereinander ausführt und einzelne Seiten vollständig liest, bevor er das Ergebnis zusammenfasst. Das greift auch, wenn Du eine konkrete Seite angibst (z. B. „Lies https://example.com/whitepaper und fasse die drei Kernthesen zusammen").

Weiterleitung an Linkup

Die vom Modell erstellte Suchanfrage wird an unseren Suchdienstleister Linkup weitergeleitet, der die eigentliche Websuche durchführt und die Treffer zurückliefert (DSGVO-konform; Weitere Informationen).

Vom Treffer zur Antwort

Linkup liefert die gefundenen Inhalte (Titel, Auszüge, Quellen) an das Modell zurück. Das Modell wertet sie aus und formuliert daraus die finale Antwort im Chat — mit Vorschau der Quellen (Titel, Beschreibung, Favicon) und Verweisen auf die verwendeten Seiten.

Modell „meinGPT Web"

Statt die Websuche zuzuschalten, kannst Du im Modell-Auswahlmenü direkt das Modell meinGPT Web wählen. Es basiert auf Claude Haiku 4.5, ist schnell und EU-gehostet, und hat die Websuche fest eingeschaltet — abschalten lässt sie sich hier nicht. Ablauf und Ergebnis sind dieselben wie bei der Websuche im Chat. Nutze es, wenn Du ohne Umschalten schnelle, quellenbelegte Antworten möchtest.

Recherche-App

In der Seitenleiste unter Apps → Recherche steht die Websuche als eigene App zur Verfügung — mit eigener Seite statt eines Toggles im Chat. Die Websuche ist hier immer aktiv. Die Suche läuft über Linkup, und wie beim Modell meinGPT Web antwortet dasselbe schnelle Modell (Claude Haiku 4.5). Zwei Dinge sind anders als bei der Websuche im Chat:

  • Deep Research (Schalter): Anders als im Chat, wo das Modell selbst entscheidet, ob es kurz sucht oder gründlicher recherchiert, entscheidest Du hier per Schalter. Eingeschaltet läuft eine gründlichere, mehrstufige Recherche (mehr Suchen, mehr gelesene Seiten) mit einer ausführlicheren, gegengeprüften Antwort und mehr Quellen. Das dauert länger, liefert aber häufig bessere Rechercheergebnisse.
  • Verlauf: Jede Recherche wird gespeichert. Unter Bisherige Recherchen findest Du Deine früheren Recherchen wieder — durchsuchbar über das Suchfeld darüber.

Frage stellen

Öffne Apps → Recherche und stelle Deine Frage im Eingabefeld.

Optional: Deep Research aktivieren

Schalte Deep Research ein, wenn Du statt einer schnellen Antwort eine gründlichere, mehrstufige Recherche möchtest.

Frühere Recherchen wiederfinden

Unter Bisherige Recherchen, unterhalb des Eingabefelds, findest Du Deine früheren Recherchen — auch während gerade eine neue Suche läuft.

Hinweis

Die App heißt in der Seitenleiste Recherche, nutzt aber intern dieselbe Websuche-Funktion. Der Websuche-Toggle im Chat-Eingabefeld heißt weiterhin Websuche.

Die drei Wege im Vergleich

Alle drei nutzen dieselbe Linkup-Suche — die Unterschiede auf einen Blick:

KriteriumWebsuche im ChatModell „meinGPT Web"Recherche-App
Aufruf„+"-Menü im ChatModell-AuswahlApps → Recherche
Websuchezuschaltbar (an/aus)immer animmer an
Antwortendes Modellfrei wählbarClaude Haiku 4.5Claude Haiku 4.5
Recherche-TiefeModell entscheidetModell entscheidetDu – „Deep Research"-Schalter
Verlaufim Chatim Chateigener, durchsuchbarer Verlauf
Ideal fürRecherche direkt im Gespräch, beliebiges Modellschnelle, quellenbelegte Antworteneigenständige Recherchen mit Verlauf

Gut zu wissen

Gilt für alle drei Wege:

Hinweis

10 Quellen pro Suchanfrage, nicht das ganze Internet — vergleichbar mit der ersten Google-Ergebnisseite. Für umfassendere Recherchen nutze die Recherche-App mit Deep Research oder baue einen Workflow mit mehreren Recherche-Schritten.

  • Paywall-Inhalte und login-geschützte Seiten sind in der Regel nicht zugänglich.
  • Sehr aktuelle Ereignisse (letzte Stunden) können je nach Indexierung fehlen.
  • JavaScript-lastige Seiten ohne Server-Rendering liefern manchmal nur Skelett-Inhalte.

Quellen auf bestimmte Domains einschränken

Für die Websuche auf dieser Seite gibt es keine Plattform-Einstellung, die Quellen auf bestimmte Domains begrenzt. Wenn Du nur bestimmte Seiten erlauben willst, weise das Modell im Prompt direkt an:

„Recherchiere zur DSGVO-Compliance, nutze ausschließlich heise.de und golem.de als Quellen."

Das funktioniert in der Praxis recht zuverlässig, ist aber keine harte Sicherheit. Bei kritischen Recherchen das Ergebnis manuell gegen die genannten Quellen prüfen.

Tipp

Reicht Dir eine weiche Empfehlung im Prompt nicht, gibt es mit Erweiterte Websuche ein separates Tool, das eine Domain-Whitelist technisch erzwingt — siehe Erweiterte Websuche mit technischer Domain-Whitelist weiter unten.

Erweiterte Websuche mit technischer Domain-Whitelist

Für Fälle, in denen eine Domain-Einschränkung nicht nur empfohlen, sondern technisch durchgesetzt werden soll, gibt es ein separates, zusätzlich aktivierbares Tool: Erweiterte Websuche (intern: linkup-web-search). Anders als die Standard-Websuche auf dieser Seite lässt sich hier die Quellenauswahl direkt an die Such-API übergeben, statt sie nur per Prompt zu empfehlen.

Unterschied zur Standard-Websuche

Standard-WebsucheErweiterte Websuche
Aktivierung„+"-Menü im Chat, Basis-Tool in Assistenten/WorkflowsZusätzliches Tool, Tab Datenbanken in den Tool-Einstellungen von Assistenten/Workflows
Domain-EinschränkungNur per Prompt (weiche Empfehlung an das Modell)Über Konfigurationsfelder, direkt an die Such-API übergeben (technische Grenze)
Weitere OptionenBildergebnisse an/aus, maximale Trefferzahl (1–50)

Als Tool hinzufügen

  1. Assistenten-Editor oder Workflow-Schritt öffnen.
  2. Im Bereich Tools zum Tab Datenbanken wechseln.
  3. Erweiterte Websuche aktivieren.
  4. Über das Zahnrad-Icon die Konfiguration öffnen.

Hinweis

Die Konfigurationsfelder (inkl. Domain-Whitelist) kann bearbeiten, wer Bearbeitungs- oder Besitzrechte für den jeweiligen Assistenten bzw. Workflow hat — das ist nicht zwingend an die Organisationsrolle Admin gebunden. Ob das Tool selbst organisationsweit verfügbar ist, entscheidet dagegen ein Admin über die Tool-Verwaltung in den Einstellungen.

Konfigurationsfelder

FeldBeschreibung
Include DomainsKommagetrennte Domains (z.B. microsoft.com, learn.microsoft.com). Ist das Feld gesetzt, liefert die Suche ausschließlich Ergebnisse von diesen Domains.
Exclude DomainsKommagetrennte, von der Suche auszuschließende Domains.
Include ImagesBildergebnisse an/aus (Standard: an).
Max ResultsMaximale Trefferzahl, 1–50 (Standard: 10).

Achtung

Lässt Du Include Domains leer, durchsucht das Tool das gesamte Web ohne Einschränkung. Für eine harte Positivliste musst Du das Feld explizit befüllen — eine Domain-Einschränkung nur im Prompt (siehe oben) reicht bei diesem Tool nicht.

Prompting-Tipps für bessere Websuch-Ergebnisse

PrinzipBeschreibung
Suchmaschinen-PerspektiveFormuliere Keywords, die Du auch in einer Google-Suche eintippen würdest. Statt "Erzähl mir was zur DSGVO" lieber "DSGVO Auftragsverarbeitungsvertrag Pflichten 2026".
Wenig Beispiele im PromptFew-Shot-Beispiele können die Websuche fehlleiten. Stattdessen die Aufgabe direkt formulieren.
Klaren Scope und Zeitraum nennen"Quartalsberichte 2025 von DAX-Unternehmen" liefert bessere Treffer als "Quartalsberichte".
Fallback definieren"Falls keine seriösen Quellen gefunden werden, gib das explizit an und mache keine Vermutungen."
Claims verifizierenBei wichtigen Aussagen einen Zwischenschritt einbauen: "Prüfe die obigen Aussagen anhand der gefundenen Quellen und markiere alles, was unbelegt ist."
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