Memory

Wie das Built-in-Tool Memory funktioniert: persönlicher Langzeitkontext, den ein Assistent speichert und wiederfindet.

Das Built-in-Tool Memory gibt einem Assistenten ein Langzeitgedächtnis: Er merkt sich Informationen über Dich über einzelne Chats hinaus und findet sie später wieder. So musst Du wiederkehrenden Kontext – Deine Rolle, Deine Arbeitsweise, feste Vorlieben – nicht in jedem Chat neu erklären.

Hinweis

Memory ist persönlich pro Nutzer. Deine Erinnerungen sind an Dein Konto gebunden, für andere nicht sichtbar und werden nicht automatisch mit dem Team geteilt.

Wie Memory funktioniert

Memory wird im Assistenten aktiviert

Memory ist ein Built-in-Tool und funktioniert nur, wenn es im Assistenten eingeschaltet ist. Du aktivierst es im Editor unter Werkzeuge → Grundlegende Tools. Ist das Tool nicht aktiviert, speichert und liest der Assistent keine Erinnerungen.

Sektion Werkzeuge im Assistenten-Editor mit aktiviertem Memory-Tool unter Grundlegende Tools

Deine Erinnerungen gelten für alle Deine Assistenten

Erinnerungen sind an Deinen Nutzer gebunden, nicht an einen einzelnen Assistenten. Jeder Deiner Assistenten, bei dem Memory aktiviert ist, greift auf denselben persönlichen Erinnerungs-Bestand zu. Was ein Assistent über Dich speichert, kann ein anderer Assistent mit aktiviertem Memory also ebenfalls nutzen.

Der Assistent entscheidet, wann er Memory nutzt

Memory wird nicht automatisch in jeden Chat geladen. Stattdessen entscheidet das Modell selbst, wann es das Gedächtnis nutzt:

  • Es durchsucht Deine Erinnerungen, bevor es eine Frage beantwortet, die von früherem Kontext abhängen könnte.
  • Es speichert eine neue Erinnerung, wenn eine stabile Vorliebe oder langfristiger Kontext auftaucht.
  • Es aktualisiert eine bestehende Erinnerung, wenn Du eine frühere Information korrigierst.

Du siehst diese Aktionen direkt im Chat als eigene Tool-Schritte.

Chat, in dem der Nutzer den Assistenten bittet, sich etwas zu merken – der Tool-Schritt „speicher hinzugefügt" zeigt die gespeicherte Erinnerung

Die Suche versteht Bedeutung, nicht nur Stichworte

Die Erinnerungssuche arbeitet semantisch – sie findet passende Erinnerungen anhand ihrer Bedeutung, nicht nur bei exakter Wortübereinstimmung. Eine Frage nach „meinen bevorzugten Tools" findet also auch eine Erinnerung, in der ein konkretes Tool genannt ist.

Tool-Funktionen

Wenn Memory aktiviert ist, stehen dem Assistenten diese Funktionen zur Verfügung:

FunktionWas sie tut
memory_addEine neue Erinnerung speichern
memory_searchErinnerungen semantisch durchsuchen
memory_get_allAlle gespeicherten Erinnerungen abrufen
memory_updateEine bestehende Erinnerung aktualisieren

Hinweis

Der Assistent kann Erinnerungen anlegen, durchsuchen, abrufen und aktualisieren – aber nicht löschen. Das Löschen liegt allein bei Dir in den Einstellungen (siehe unten).

Erinnerungen verwalten

Deine gespeicherten Erinnerungen verwaltest Du zentral über die Memory-Seite in den Einstellungen. Dort kannst Du:

  • alle gespeicherten Erinnerungen einsehen und durchsuchen,
  • einzelne Einträge löschen,
  • mehrere Einträge auswählen und gemeinsam löschen,
  • über Alle löschen den gesamten Bestand entfernen,
  • Erinnerungen aus einer anderen KI importieren (siehe unten).

Memory-Seite in den Einstellungen mit Suche, Import, Auswahl-Löschen und der Liste gespeicherter Erinnerungen

Hinweis

Der Inhalt einer Erinnerung wird in den Einstellungen nicht bearbeitet. Möchtest Du eine Erinnerung ändern, lösche sie hier oder lass den Assistenten sie im Chat aktualisieren.

Erinnerungen aus einer anderen KI importieren

Wenn Du schon mit ChatGPT, Gemini oder Claude gearbeitet hast, kannst Du deren gespeichertes Wissen über Dich nach meinGPT übernehmen – ohne Deinen Kontext neu aufzubauen. Auf der Memory-Seite in den Einstellungen öffnest Du dazu Importieren.

Der Import läuft in drei Schritten:

  1. Prompt kopieren: meinGPT gibt Dir einen fertigen Prompt. Kopiere ihn und füge ihn in ChatGPT, Gemini oder Claude ein.
  2. Antwort einfügen: Bring die Antwort der anderen KI zurück und füge sie ein. meinGPT extrahiert daraus die Erinnerungen und sortiert sie nach Kategorien (Profil, Arbeitsweise, Aktuelle Arbeit, Team & Kontakte, Regeln).
  3. Prüfen und importieren: Geh die Vorschläge durch, bearbeite sie bei Bedarf und entferne den Haken bei allem, was Du nicht übernehmen willst. Über Erinnerungen importieren schließt Du den Vorgang ab.

Es werden nur die Erinnerungen gespeichert, die Du ausgewählt hast. Pro Import werden bis zu 50 Erinnerungen übernommen.

Hinweis

📸 Screenshot folgt: Import-Assistent auf der Memory-Seite.
Ziel-Datei: /images/assistants/memory-settings-import-de.png

Best Practices

  • Speichere stabile Vorlieben und langfristigen Kontext – nicht flüchtige Einmal-Details.
  • Halte Erinnerungen kurz und eigenständig, damit sie einzeln nutzbar bleiben.
  • Speichere keine Secrets oder hochsensiblen Daten (Passwörter, Schlüssel).
  • Lass bestehende Erinnerungen bei Korrekturen aktualisieren, statt Duplikate anzulegen.

Wo es weitergeht

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