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title: "Scope-Konfiguration für Tools"
description: "Wie default- und allowed-Scopes in Tool-Einstellungen wirken und welche Priorität bei der Auflösung gilt."
canonical_url: "https://meingpt.com/docs/platform/tool-scope-policy"
language: de
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# Scope-Konfiguration für Tools

Diese Seite erklärt das Scope-Modell für Tool-Einstellungen in MeinGPT, insbesondere:

- `default*`-Felder (z.B. `defaultFolderId`, `defaultCalendarId`)
- `allowed*`-Felder (z.B. `allowedFolderIds`, `allowedLabelIds`)
- Priorität zwischen Nutzer-Input, Defaults und Restriktionen

## UI-Ort

Scope-Einstellungen findest Du in:

- `Settings > Verbindungen` – hier legst Du Deine eigenen `default*`/`allowed*`-Werte fest. Diese Konfiguration gilt für das Tool überall dort, wo Du es nutzt, auch direkt in einem Chat ohne Assistenten.
- `Settings > Wissen & Integrationen > Konnektoren` (Admin-Freigaben auf Tool-Ebene)
- Assistent > Tool konfigurieren > Tab `Bereich` – eine zusätzliche Einschränkung (`scopeOverride`), die nur für den jeweiligen Assistenten gilt und die Werte aus `Verbindungen` weiter eingrenzen kann. Für einen Konnektor, der direkt in einem Chat ohne Assistenten genutzt wird, gibt es diese zusätzliche Einschränkung nicht – dort zählt allein die Konfiguration aus `Verbindungen`.

Beim Hinzufügen und Bearbeiten eines Konnektors im Assistenten legst Du dessen Aktionen und zusätzlichen Bereich fest. Klicke anschließend im Assistenten-Editor auf **Speichern**. Diese Auswahl gilt nur für diesen Assistenten; die Einstellungen Deiner bestehenden persönlichen Verbindung bleiben erhalten. Jede Person, die den Assistenten nutzt, benötigt weiterhin eine eigene Verbindung und Zugriff auf die ausgewählten Ressourcen.

## Persönliche und Assistenten-Einschränkungen

Bei Google Drive, OneDrive und SharePoint gelten beide Ebenen zusammen:

- Eine leere Einschränkung im Assistenten übernimmt die Begrenzung der persönlichen Verbindung.
- Eine zusätzliche Auswahl im Assistenten erlaubt nur Ressourcen, die auch innerhalb der persönlichen Begrenzung liegen.
- Vollzugriff im Rahmen der Anbieter-Berechtigungen besteht nur, wenn auf keiner der beiden Ebenen eine Einschränkung gesetzt ist.

Bei Google Drive und OneDrive werden Ordner samt Unterordnern berücksichtigt. Beispiel: Die persönliche Verbindung erlaubt `Projekte`, der Assistent nur `Projekte/Alpha`. Dann bleibt `Projekte/Alpha` zugänglich. Dasselbe gilt bei umgekehrter Auswahl: Der jeweils engere Ordner bestimmt den gemeinsamen Bereich. Überlappen die ausgewählten Bereiche nicht, kann der Konnektor keine Inhalte liefern.

## Grundmodell

In der Scope-Konfiguration übernehmen die Felder üblicherweise diese Rollen: `default*` legt fest, welcher Wert verwendet wird, wenn im Prompt oder Tool-Call kein expliziter Scope angegeben ist. `allowed*` definiert die Menge der Ressourcen, auf die überhaupt zugegriffen werden darf.

1. `default*`: Standardwert, wenn im Prompt/Tool-Call kein expliziter Scope mitgegeben wird.
2. `allowed*`: Restriktionsmenge für erlaubte Ressourcen.

Praktische Faustregel:

- Auf keiner wirksamen Ebene `allowed*` gesetzt -> Vollzugriff innerhalb der OAuth/API-Berechtigungen.
- `allowed*` gesetzt -> Zugriff soll auf diese Ressourcen begrenzt werden.
- `default*` gesetzt -> wird als bevorzugter Startpunkt genutzt, wenn kein expliziter Scope angegeben ist.

## Priorität bei der Auflösung

Die Reihenfolge ist tool-spezifisch, folgt aber meist diesem Muster: Eine explizite Angabe im Tool-Call (z.B. eine konkrete Folder-ID) hat Vorrang. Fehlt sie, greift der `default*`-Wert aus der Tool-Konfiguration. Ist auch kein `default*` gesetzt, nutzt das Tool seinen internen Fallback, etwa den Posteingang oder den aktuellen Benutzerkontext.

Ist `allowed*` gesetzt, gilt es als oberes Limit und schränkt die endgültige Auswahl ein.

## Was ist bei `default` vs. `allowed` wichtig?

1. `default*` ist Komfort, kein Sicherheitsmechanismus.
2. `allowed*` ist Restriktion.
3. Ein `default*`-Wert ist für die Begrenzung nicht erforderlich. Falls Du ihn setzt, wähle ihn innerhalb von `allowed*`.

## Beispiele

### Google Drive

- `defaultFolderId`: Startordner für Listen/Suchen ohne expliziten Ordner.
- `allowedFolderIds`: Beschränkt den Zugriff auf ausgewählte Ordner.

Empfehlung:
- Setze `defaultFolderId` auf den Hauptarbeitsordner.
- Setze `allowedFolderIds` auf die freigegebenen Projektordner.

### OneDrive

`allowedFolderIds` beschränkt den Zugriff auf ausgewählte Ordner samt Unterordnern. Neue Auswahlen speichern auch das zugehörige Laufwerk, damit Ordner verschiedener Laufwerke nicht verwechselt werden.

Bei älteren gespeicherten OneDrive-Auswahlen kann eine erneute Auswahl nötig sein, besonders bei geteilten Assistenten. Wähle die betroffenen Ordner erneut aus und speichere den Assistenten. Prüfe zusätzlich die persönliche Einschränkung unter **Verbindungen**, falls diese ebenfalls ältere Ordnerauswahlen enthält.

### Gmail

- `defaultLabelIds`: Standard-Labels bei unspezifischen Abfragen.
- `allowedLabelIds`: Nur E-Mails innerhalb dieser Labels.

### Outlook

- Mail: `defaultFolderId` + `allowedFolderIds`
- Kalender: `defaultCalendarId` + `allowedCalendarIds`

### Teams

- `defaultTeamId`: Standard-Team.
- `allowedTeamIds`: erlaubte Teams.
- `allowedChannelIds`: zusätzliche Einschränkung auf Kanäle innerhalb der erlaubten Teams.

Für Outlook und Teams gelten diese Felder ausschließlich auf Verbindungsebene (Settings > Verbindungen) — sie lassen sich **nicht** zusätzlich pro Assistent einschränken, anders als bei Google Drive, OneDrive und SharePoint.

### SharePoint

- `defaultSiteId`: Standard-Site, wenn im Tool-Call keine Site explizit angegeben wird.
- `allowedSiteIds` (UI-Label „Restrict to Sites“): Beschränkt den Zugriff auf ausgewählte SharePoint-Sites.

**Die Einheit der Restriktion ist bei SharePoint die Site, nicht der Ordner.** Anders als bei Google Drive und OneDrive (`allowedFolderIds`) lässt sich der SharePoint-Connector nicht auf einen einzelnen Unterordner innerhalb einer Site einschränken — nur auf ganze Site(s). Für eine echte Unterverzeichnis-Beschränkung mit Garantie, dass kein weiterer SharePoint-Inhalt eingebunden wird, ist eine [Datenquelle mit SharePoint als Quelle](/docs/integrations/data-pools-rag) der richtige Weg, nicht der native Connector.

## Wichtiger Implementierungs-Hinweis

Anders als bei [Method-Policies](/docs/admin-guide/tool-access-policy) ist Scope-Enforcement aktuell noch **tool-spezifisch** implementiert und nicht vollständig zentralisiert. Die Semantik von `default*`/`allowed*` ist zwar einheitlich designt, aber die konkrete Laufzeitdurchsetzung hängt vom jeweiligen Tool und dessen Methodenimplementierung ab.

Bis zur vollständigen Vereinheitlichung empfehlen wir:

1. Für eine Begrenzung `allowed*` konfigurieren; einen optionalen `default*` innerhalb dieses Bereichs wählen.
2. Kritische Write/Dangerous-Methoden zusätzlich über [Method-Policy](/docs/admin-guide/tool-access-policy) begrenzen.
3. Scope-Verhalten pro wichtigem Tool einmal in einem Testchat validieren.

## Troubleshooting

### „Warum sehe ich Keine zusätzliche Einschränkung, obwohl ich etwas gesetzt habe?“

Die Anzeige im Assistenten beschreibt dessen zusätzliche Einschränkung. Ist sie leer, bleibt eine persönliche Begrenzung unter **Verbindungen** trotzdem wirksam. Prüfe beide Ebenen und das konkrete Tool im Testchat.

### "Warum lädt die Scope-Auswahl keine Optionen?"

Meist fehlt eine aktive OAuth-Verbindung oder eine Vorbedingung ist noch nicht erfüllt – wähle zum Beispiel erst ein Team oder eine Site aus, bevor Du Channels oder Spaces laden kannst.

### "Soll ich nur `default*` setzen?"

Das reicht nur für Komfort. Für eine echte Begrenzung musst Du zusätzlich `allowed*` setzen.
